17. Februar 2021

„Die Macht der Gewohnheit, ist der härteste Klebstoff der Welt.“ Reinhard K. Sprenger

Vielleicht hast du dir Gedanken gemacht: Hätte ich früher begonnen mich gesünder zu ernähren oder mich regelmässig zu bewegen, dann wäre ich nicht übergewichtig, hätte nicht diese Rückenschmerzen, oder eine andere chronische Erkrankung. Wenn ich den Beruf ergriffen hätte, der mir so gefallen hätte, trotz meiner minimalistischen Art zu lernen, ich wäre besser und technisch affiner eingebunden in den Berufsprozess. Und so kannst du dir deine Fragen stellen, welche Gewohnheiten haben dir einen "Strich durch die Rechnung" gemacht?

Lass mich das an einem Beispiel im Klinikalltag, als ich noch als Krankenschwester gearbeitet habe, erzählen.

Ich hatte Herzinfarktpatienten gepflegt und beraten, die schwerstkrank und knapp am Tod entkommen sind. Langfristig haben es wenige geschafft, dauerhaft ihren Lebensstil zu verändern, Bewegung, Ernährung, Entspannung etc. um das Risiko länger und gesünder zu leben.

Woran scheitert das oft:

  • Keinen Plan haben      
  • Keine oder unrealistische Ziele
  • Ich sollte, ich müsste, eigentlich …. es sind nicht deine eignen Ziele, sondern die von aussen
  • Fehlende Umsetzung
  • Wenig Selbstbewusstsein, -diziplin
  • nicht aus der Komfortzone raus
  • Sich überfordern, zu viel auf einmal
  • Keine Ausdauer

Beim Herzinfarktpatienten kann man sich vorstellen, dass langfristig die Risiken frühzeitig zu sterben enorm erhöht sind, wenn die Lebensführung nicht verändert wird.

Bspw. die Ernährung anpassen, bedeutet regelmässig ins Tun kommen. Einen Plan zu haben, was, wie, wieviel von den jeweiligen Nahrungsmitteln zu essen, was gesundheitsfördernd ist. Die Gewohnheit des Stress-Essens ablegen. Neue Wege finden, wie du solche Situationen auffangen kannst. Vielleicht kann eine Ernährungsberatung zugezogen werden.

Den Partner mit einbeziehen und Codeworte vereinbaren, wenn der Partner in stressbeladenen Zeiten unterstützt, um Konflikte zu vermeiden. Um dieses Beispiel zu veranschaulichen.

Ohne Worte, es braucht Disziplin und Ausdauer, die Gewohnheit zu durchbrechen und andere Handlungen zu initialisieren.

Übrigens das Wollen ist eher zweitrangig.

Wie ich in meiner Videoserie Anfang dieses Jahrs: Input für einen guten Start ins Jahr „vom Trampelpfad zur Autobahn“ berichtete. Am Anfang benötigt man einiges „gehen über die Wiese“ damit der Weg sichtbar und zur positiven Gewohnheit wird.

In der Regel dauert es etwa 30 Tagen, bis sich eine Gewohnheit etabliert hat.

Wenn wir diesen Prozess Dritteln, gibt es eine

  • Startphase: Die Gewohnheit aufbrechen und eine neue dafür schaffen. Die Anfangsphase ist immer zu gleich die herausforderndste. Wie bei einem Auto, das angeschoben werden muss, braucht es am Anfang sehr viel Motivation, um die neue Gewohnheit zu üben.
  • Widerstandsphase: Wenn sich die Gewohnheit noch nicht ganz etabliert hat, dann wird es kritisch, dass der Enthusiasmus einbricht, weil die Gewohnheit noch nicht stark genug ist. Am besten nimmt man Tag für Tag und versucht das DENKEN aussen vor zu lassen. Nicht mehr lange und die 3. Phase folgt.
  • Festigungsphase: Langsam, aber bestimmt wird die Gewohnheit „normal“. D.h. NICHT, dass alles vergessen wurde, die Gefahr des Rückfalls ist noch nicht gebannt. Doch das bewusste Denken, die neue Gewohnheit zu trainieren nimmt weiter ab. Auch die Alternativ-Programm greifen schneller.

Nach Beendigung der 30 Tage, geht es weiter, die Gewohnheit beizubehalten.

Nach und nach automatisiert sich das Umsetzen, ohne darüber nachdenken zu müssen. Das bedeutet weniger Anstrengung, es gelingt leichter. 

Wie du siehst, Gewohnheiten können gut verändert werden, wenn du dir bewusst bist, was du verändern willst.

Das ist mit MotivationUmsetzen und Energie verbunden, kein Zweifel. Doch es lohnt sich.

Setze zu Beginn nur auf eine Gewohnheit. Nimm dir die Zeit sie zu etablieren und zur Routine werden zu lassen.

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